Semper, Selbermachen und andere Stichworte zur Baukultur

13.06. – 30.06.2018 Rauminstallation & Programm

>>> Mittwoch 13.6.2018, 18 Uhr

Eröffnung & Film „Berlin – Chamissoplatz“

18:00 Uhr: Eröffnung
20:00 Uhr: Film „Berlin – Chamissoplatz“, Rudolf Thomé, 1980 (Ein Architekt verliebt sich in die Freundin eines Hausbesetzers und verändert sich.)

Anschließend Abendausklang mit kühlen Getränken

>>> Dienstag, 19.6.2018, 19 Uhr

AdA Object Talk: Stiletto „Consumer’s Rest“ Lounge chair, 1983

Ein kreativitätskritisches Gespräch über Konsumdesign, Problemgestaltung und Lösungskritik mit dem Designverweigerer Stiletto Studio,s und Dr. Rudolf Fischer, Archiv der Avantgarden

„Eine thematische Exkursion zum Drama des sächsischen Motorradherstellers MZ, der durch konsum- und kreativitätswahnsinnige Marketing- und Designmanagementfehler systematisch in den Ruin getrieben wurde, könnte gut illustrieren, wo und wie die symbolische Umsetzung des Themas im Kunstwerk Consumer´s Rest Lounge Chair ihre knallharten Entsprechungen in der dinglichen Realität finden. Und natürlich auch, welche postkommunikativen Rollen Retroavantgarde-, Do-it-yourself-Konsum- und Reparatursehnsüchte heute dabei spielen.“ Stiletto

>>> Freitag, 22.6.2018, 19 Uhr

Gespräch: Schöner Wohnen? – ein Abend zum Heimwerken in West und Ost

Input 1: J onathan Voges, Historiker, Selbst ist der Mann. Eine Geschichte des Heimwerkens in der Bundesrepublik Deutschland, 2017
Input 2: Teresa Thieme, Kuratorin Stadtmuseum Jena – ‚Man muss sich nur zu helfen wissen. Selbstgemacht in der DDR (Ausst. Ende 2016)

Unsere beiden Gäste haben die Geschichte des Heimwerkens jeweils bis die 1980er Jahre in Archiven, Publikationen und Gesprächen mit Anbietern / Heimwerkern geschrieben und ausgestellt. Das Gespräch kreist um Parallelen und Kontraste zwischen Ost und West und die grassierende Aktualität des Selbermachens.

>>> Dienstag, 26.6.2018, 18 Uhr

Unbuilding Walls – Der deutsche Pavillon auf der Architektur-Biennale Venedig

Vortrag: Lars Krückeberg / Architekturbüro Graft, Berlin

Am 5. Februar 2018 war die Berliner Mauer so lange gefallen wie sie bestand: Diese ‚Mauerwendfeier‘ ist Ausgangspunkt der Präsentation im Deutschen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig. Beauftragt sind das Architekturbüro Graft aus Berlin in Zusammenarbeit mit der Bürgerrechtlerin, Politikerin und ehemaligen Leiterin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler: „Mauern sind immer Bauwerke auf Zeit. Unser Ausstellungstitel stellt die Frage: Was passiert danach? Denn auch wenn Mauern verschwunden sind, hinterlassen sie zumeist besondere Räume.“

>>> Samstag, 30.6.2018, 20 Uhr

Finissage: Material für arme Leute? Zu Produktion und Ästhetik des Ziegelsteins

20 Uhr: Vortrag „Potenzial Ziegel – eine visuelle Exkursion“
Maria Obenaus, Deutscher Werkbund Sachsen e.V.

22 Uhr: Film „Zum Vergleich“, Harun Farocki , 2009, 62 Minuten
Ziegelsteine machen Räume, organisieren Beziehungen und speichern Beziehungswissen. Sie geben Töne von sich, an denen man erkennt, ob sie ‚was taugen oder nicht. Quer durch die Kulturen der Ziegelsteinproduktion gibt Harun Farockis Film das „zum“ Vergleich, den Ohren und Augen zum Denken, und nicht: „im“ Vergleich, nicht in Konkurrenz der Kulturen. Ute Höll

 

Veranstalter: ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen, Eine Einrichtung der Stiftung Sächsischer Architekten
Kurator: Torsten Birne