Achtung vor dem Blumenkübel – Die Fußgängerzone als Element des Städtebaus

ABGESAGT: Mittwoch, 02.12.2020, 19:00 Uhr | Buchvorstellung

Buchvorstellung und Diskussion „Achtung vor dem Blumenkübel – Die Fußgängerzone als Element des Städtebaus“
Ulrich Brinkmann über Fußgängerzonen in BRD und DDR, z. B. Prager Straße

Welche Zukunft hat die Prager Straße?

Fußgängerzonen waren Ende der sechziger Jahre „state of the art“ in der deutschen Stadtplanung – in DDR wie BRD. Die Prager Straße in Dresden war das ehrgeizigste Beispiel. Heute vermittelt sie, bedingt durch die Entwicklungen der letzten 25 Jahre, ihre ursprüngliche Qualität jedoch nur noch bruchstückhaft. Damit steht die Prager Straße nicht allein. In den letzten 25 Jahren haben sich Deutschlands Hauptgeschäftsstraßen grundlegend gewandelt, gestalterisch wie funktional. Von der einstigen Lebendigkeit ist vielerorts nicht viel übrig: Der inhabergeführte Handel ist so gut wie verschwunden, stattdessen beherrschen Filialen großer Ketten die Szenerie, die wenig Anlass für einen Besuch bieten. Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben den Niedergang weiter beschleunigt.
Wie ist die Situation in der Prager Straße? Welche Rolle spielt das einstige Vorzeigeprojekt heute noch für die Dresdner und die Besucher der Stadt, als linearer Stadtraum im Anschluss an den Altmarkt und an das wiedergewonnene Straßennetz um den Neumarkt? Wie ist das Verhältnis der Prager Straße zur anderen Dresdner Fußgängerzone, der Neustädter Hauptstraße auf der anderen Seite der Elbe? Hat sich die optische Verwandlung der jüngeren Vergangenheit „ausgezahlt“? Wurde eine höhere Aufenthaltsqualität geschaffen, ein lebendigerer Nutzungsmix, ein attraktiveres Angebot? Welche Ideen können, welche Tendenzen müssen für die weitere Entwicklung der Prager Straße in Betracht gezogen werden?
Am 2. Dezember sollen diese und andere Fragen im Zentrum für Baukultur Sachsen diskutiert werden. Anlass ist das Buch „Achtung vor dem Blumenkübel! Die Fußgängerzone als Element des Städtebaus“, in dem Bauwelt-Redakteur Ulrich Brinkmann anhand zeitgenössischer Postkarten auf die Prager Straße und andere deutsche Fußgängerzonen zurückblickt und die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der Hauptgeschäftsstraßen aufwirft.

ANMELDUNG ERFORDERLICH
Nach den Bestimmungen der Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen können wir zur Gewährleistung des Mindestabstandes von 1,50 Meter nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern zulassen. Wir bitten Sie daher um vorherige Anmeldung per E-Mail an: anmeldung@zfbk.de oder Telefon 0351 48453600 (Di-Sa von 13-18 Uhr).

Eintritt frei