BAUHAUS SHANGHAI STALINALLEE HA-NEU. Der Lebensweg des Architekten Richard Paulick 1903–1979

09.07.2021 – 28.08.2021 | Eine Ausstellung der Hermann-Henselmann-Stiftung

Die Ausstellung zeichnet den Lebensweg des Architekten Richard Paulick nach: vom Bauhaus Dessau, über seine Zeit in Shanghai und das Planen und Bauen in nationalen Traditionen im Zentrum Berlins, an der Stalinallee und in Dresden, bis zur erneuten Hinwendung zur Moderne in den Neubau-Städten Hoyerswerda, Schwedt und Halle-Neustadt.

Briefe aus dem Besitz von Natascha Paulick, der Enkelin des Architekten, dokumentieren die Sondierung seiner Lebensperspektiven nach dem Zweiten Weltkrieg von Shanghai aus: in die USA, nach Deutschland West und Deutschland Ost. Mit ihren Fotografien in Berlin und Halle-Neustadt nähert sie sich auf eine atmosphärisch-subjektive Art dem Schaffen ihres Großvaters.

Der Architekt Richard Paulick ist mit Dresden in vielfältiger Weise verbunden. Er studierte nicht nur hier, sondern beteiligte sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch an den stadtplanerischen Debatten zum Wiederaufbau Dresdens und der Erweiterung des Hochschulcampus. Das Hauptgebäude der früheren Hochschule für Verkehrswesen (heute HTW) hat er entworfen, an weiteren Bauten war er beteiligt. In Paulicks Meisterwerkstatt an der Deutschen Bauakademie entstanden zudem Entwürfe für den Dresdner Altmarkt.

Das geplante Begleitprogramm mit Vorträgen und Stadtführungen wird sich auf das Wirken Richard Paulicks in Dresden konzentrieren.

Zur Ausstellung erschien das von Thomas Flierl im Lukas Verlag Berlin herausgegebene gleichnamige Buch, das sowohl die Ausstellung dokumentiert, als auch ergänzende Essays von Andreas Butter, Gabi Dolff-Bonekämper, Simone Hain, Ulrich Hartung, Li Hou, Eduard Kögel, Tanja Scheffler, Oliver Sukrow und Wolfgang Thöner enthält.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Lotto-Stiftung Berlin, der Rosa Luxemburg Stiftung und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.