Unbequeme Bauten? – Zum Umgang mit dem baulichen Erbe der DDR am Matthäikirchhof Leipzig

Montag, 14.06.2021, 17:00 Uhr | Online-Fachgespräch im Rahmen des Beteiligungsprozesses zur Entwicklung des Matthäikirchhofs Leipzig

An der Zoom-Veranstaltung können maximal 100 Personen teilnehmen und mitdiskutieren. Für alle anderen wird die Veranstaltung bei YouTube live gesendet unter diesem LINK.


Das Matthäikirchhofareal ist ein geschichtsträchtiger Ort mitten im Zentrum von Leipzig. Hier befand sich die Keimzelle der Stadt Leipzig. Die historische Bebauung ist durch Kriegszerstörung und Überbauung heute nicht mehr erkennbar. Derzeit stehen auf dem Areal Gebäude der ehemaligen Bezirkszentrale des Ministeriums für Staatsicherheit sowie der Volkspolizei Leipzig aus den 1980iger Jahren. Zudem war es einer der Orte der Friedlichen Revolution.

Das zukünftige Quartier ist ein wichtiges städtebauliches Entwicklungsgebiet. Angedacht ist eine urbane und lebendige Nutzungsvielfalt in Kombination mit besonderen öffentlichen Funktionen, wie einem Archiv für Stasiunterlagen und einem „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“.

Wie lässt sich dabei mit den politisch belasteten Bauten der 1980iger Jahre umgehen? Welche architektonische und städtebauliche Bedeutung hat der Bestand gegenüber der Tatsache, dass es sich hierbei um authentische Zeugnisse der Zeitgeschichte handelt? Das Zentrum für Baukultur Sachsen lädt hierfür zu einer Podiumsdiskussion ein. Das Gespräch möchte für den Umgang mit „schwierigen“ und unbequemen Bauten einen fachlichen Beitrag leisten und ein Spektrum von unterschiedlichen Positionen aufzeigen.

Der Planungsprozess zum Matthäikirchhof wird mit einem transparenten und offenen Beteiligungsverfahren begleitet, das sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch der Fachwelt die demokratische Aneignung des Matthäikirchhofs ermöglichen soll. Die Fachdiskussion widmet sich einem wichtigen Aspekt, der im Vorfeld eines städtebaulichen Wettbewerbs zu klären ist und ordnet sich in den Planungs- und Beteiligungsprozess ein.

Gesprächsteilnehmer

  • Thomas Dienberg, Baubürgermeister der Stadt Leipzig
  • Prof. Dr. Rainer Eckert, Gründungsdirektor Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
  • Dr. Ulrike Wendland, Geschäftsführerin Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz, Berlin; ehemalige Landeskonservatorin von Sachsen-Anhalt
  • Prof. Dipl.-Ing. Ronald Scherzer-Heidenberger, Professur für Regionalplanung und Städtebau, HTWK Leipzig
  • Adrian Reutler, Architekt, Kammergruppenvorsitzender der AKS Kammergruppe Leipzig
  • Wolf-Heiko Kuppardt, Architekt, Mitglied der Kammergruppe Leipzig und BDA Sachsen
  • Stefan Riedel, Architekt BDA, Vertreter von Pro Leipzig e.V.

Moderation: Kirsten Angermann, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte der Bauhaus-Universität Weimar, Denkmalpflegerin, Berlin

Anmeldung und Zugang über den folgenden Zoom-Link

https://zoom.us/meeting/register/tJ0lceGvrTwsHdY86yxiflVobTxhMEr5CYid 

Info für die Teilnehmer: Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Gespräch.

Weitere Informationen zum Entwicklungsvorhaben am Matthäikirchhof online unter:
https://www.leipzig.de/bauen-und-wohnen/stadtentwicklung/projekte/matthaeikirchhof/

Veranstalter:
Zentrum für Baukultur Sachsen
in Kooperation mit der Koordinierungsstelle „Leipzig Weiter Denken“, Stadtplanungsamt, Stadtentwicklungsplanung der Stadt Leipzig