Germany Street Fronts – So haben wir unsere Städte noch nicht gesehen

Eine Ausstellung von panoramastreetline.de in Kooperation mit der Architektenkammer Sachsen | 12.11.2020 – 02.01.2021 | Vernissage: 26.11.2020, 17:30 Uhr

Die Ausstellung Germany Street Fronts richtet einen neuartigen Blick auf Deutschlands Städte. In multi-perspektivischen Streetlines präsentieren wir in kompletten Straßenzügen die Vielfalt und Komplexität des Stadtbilds Deutschlands. Unsere Beispiele zeigen in Themenabschnitten zusammengefasst alle Regionen unseres Landes von Rostock im Norden bis Freiburg im Süden, von Monschau im Westen bis Görlitz im Osten.

In ca. 90 Bildperspektiven aus mehr als 40 deutschen Städten gehen wir der Frage nach, was eine moderne deutsche Stadt ausmacht. Welche Rolle spielt dabei das Baukulturerbe für das Stadtbild? Wie wirkt es sich auf Identität, Attraktivität und Lebensgefühl aus. Welche Spuren hinterlassen Veränderungen im Laufe der Zeit und in einer sich wandelnden Gesellschaft im Stadtbild? Wie fügen sich Architekturstile verschiedener Epochen im deutschen Stadtbild zusammen?

Neben Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und einem statistischen Überblick zur Baukultur Deutschlands wird der Besucher anhand von Themen durch die Ausstellung geführt. Welche Rolle spielen Marktplätze für deutsche Städte, warum bilden Flusslandschaften oft ihren Mittelpunkt, wie prägt Industriearchitektur unsere Städte? Weitere Panoramen zeigen den Wohlstand im Fassadenbild der großen Einkaufsstraßen, die heute noch jene sind, welche einst die mittelalterlichen Handelswege ausmachten. Die Zöllnerstraße in Celle steht als Beispiel für die geschlossenen Fachwerk-Ensemble wie man sie oft in niedersächsischen oder hessischen Städten findet, die Nikolaistraße in Leipzig repräsentiert die gründerzeitliche Pracht der einstigen Pelzhändler am Brühl, jedoch gebrochen durch einen optisch eingepassten Plattenbau aus DDR-Zeiten. Als Beispiel der Moderne zeigt sich das Bauhaus Dessau in unbekannter Frontalansicht neben Bauten aus Berlin oder Leipzig. Der Bogen wird darüber hinaus über Plattenbauten aus Ost- und Westdeutschland bis hin zu zeitgenössischen Beispielen wie der Hafen-City in Hamburg gespannt.

Die Stadtbildperspektiven der Ausstellung geben dank der technischen Bearbeitung einen ungewohnten Blick auf unterschiedlichste Straßenzüge. Statt den typischen Blick von einem Standpunkt aus abzubilden, wurden für die Panoramen Aufnahmeserien von mehreren Positionen entlang der jeweiligen Straße aufgenommen. Zu einem nahtlosen Panoramablick, der sogenannten Streetline, verarbeitet, kann der Betrachter die Straßenfassade visuell entlangspazieren.

PanoramaStreetline zelebriert die Einzigartigkeit der Architektur unserer Städte in Straßenzügen. Es entstehen Bildmontagen, die man so noch nicht zuvor sehen konnte. Der Fokus liegt dabei auf der Einzigartigkeit und Tradition von architektonischen Entwicklungen verschiedener Orte.

Germany Street Fronts war ein Beitrag zu „wunderbar together“ dem Deutschlandjahr USA, den Fotograf Jörg Dietrich im Auftrag der Goethe Institute realisierte. Das Ausstellungsprojekt wanderte 2019 durch verschiedene Goethe Institute der USA, war unter anderem in Kansas-City, Houston, und Seattle. Vom 24. Februar bis 26. März 2021 sind die Streetlines im Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz in Mainz zu sehen.

Ausstellungsort: ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 2, 01067 Dresden, Eingang über Galeriestraße oder das Foyer im Kulturpalast

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13 bis 18 Uhr (Eintritt frei)

Rahmenprogramm zur Ausstellung

02.12.2020, 19:00 Uhr: Buchvorstellung „Achtung vor dem Blumenkübel“, Ulrich Brinkmann über Fußgängerzonen in BRD und DDR, z. B. Prager Straße

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an: anmeldung@zfbk.de oder telefonisch unter 0351 484 53 600 (Di-Sa 13-18 Uhr).

 

Veranstalter: Eine Ausstellung von panoramastreetline.de in Kooperation mit der Architektenkammer Sachsen; die Ausstellung wurde 2019 im Rahmen des Deutschlandjahres USA in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut realisiert.