ZfBK on Tour: Herrnhut und Schwesternhäuser in Kleinwelka – Bauen für die Gemeinschaft

Sonntag, 17.07.2022, 10-19 Uhr

Das Zentrum für Baukultur Sachsen geht wieder on tour! Bauen für die Gemeinschaft in der sommerlichen Lausitz steht auf dem Programm. 300 Jahre nach Gründung der Brüdergemeine lassen wir uns durch Herrnhut führen und erkunden die Stadtgedanken des protestantischen Pietismus. Im Anschluss geht es nach Kleinwelka. Dort wartet das Ensemble der Schwesternhäuser, eine Art Herrnhuter Ausgründung. Hier schufen rund 100 Frauen eine eigene Welt aus Glauben, Wohnen und Arbeiten mit Apotheke, Chor-, Wasch- und Gartenhaus. Alles ist noch da. Alles stand leer. Neue Nutzungen sind geplant. Wir treffen Akteure des Neubeginns bei Kaffee und Kuchen.

Ablauf 17.07.2022, 10-19 Uhr

10:00 Abfahrt mit dem Bus

Dresden, Schießgasse
Fahrt nach Herrnhut – Begrüßung und Einführung

11:30 Herrnhut – Zinzendorfplatz (Kirchensaal)

Von Herrnhut in die Welt – Ausstellung über die Brüder-Unität
Der Kirchensaal kann nach dem Gottesdienst ab 11.30 besichtigt werden.

12:30 Stadtanlage

Rundgang über den Marktplatz / Einführung Gründung und Stadtanlage Herrnhut
Führung vor Ort mit Herrn Menzel, Koordinator für Kulturtourismus, Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine, ca. 1,5 – 2h
voraussichtlich Besuch des Spritzenhauses (Preisträger Staatspreis ländliches Bauen, Architekt Hr. Haupt)
voraussichtlich Besuch der im Bau befindlichen Sporthalle (Architekt Hr. Neuer)

13:00 Hutberg mit Aussicht und Gottesacker

Die Anfänge der Brüdergemeine reichen bis in das Jahr 1457 in Böhmen und Mähren zurück. Herrnhut wurde 1722 von protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Mähren gegründet und durch Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, auf dessen Land die Ortsgründung erfolgte, entscheidend pietistisch geprägt. Aus der schon bald einsetzenden weltweiten Missionstätigkeit sind im Laufe der Zeit zahlreiche selbstständige Unitätsprovinzen hervorgegangen. In Herrnhut selbst bildet der Große Saal, wie die Kirche in Brüdergemeinen auch genannt wird, den geistlichen und städtebaulichen Mittelpunkt der Stadt. Er ist die »gute Stube« der Gemeine. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Hutbergaltan. Er befindet sich auf dem Basaltgipfel des Hutberges, unmittelbar oberhalb der beeindruckenden Anlage des Gottesackers. Von hier aus kann man einen wunderbaren Rundblick genießen.

13:30 Abfahrt Herrnhut über sanierten Bahnhof

14:30 Schwesternhäuser in Kleinwelka – Ankommen im Garten

Café und Kuchen können im Garten der Schwesternhäuser erworben werden.
Kaffee/Kuchen + Bar ab Mittag bis open End (Remise e.V.)

Die Kolonie Kleinwelka ist eine Ansiedlung der Herrnhuter Brüdergemeine. Sie entstand ab den 1750er Jahren in einer Ansiedlung um ein Rittergut. Heute gehören 32 denkmalgeschützte Gebäude und der „Gottesacker“ genannte Friedhof zum Ensemble. – Die Schwesternhäuser in Kleinwelka sind ein Kulturdenkmal der Oberlausitz. Hier errichtete die Herrnhuter Brüder-Unität in den Jahren 1770 bis 1896 die 6 Gebäude mit teils barockem Charakter. Für die Schwestern der Glaubensgemeinschaft der Herrnhuter Brüder-Unität war der Ort Wohnung, geistliches Zuhause und Arbeitsstätte. Bereits 1793 lebten hier rund 100 Frauen.

15:30-17:00 Vorträge und Führung durch die Schwesternhäuser

18.00 Rückfahrt nach Dresden

19:30 Ankunft in Dresden


Kostenbeteiligung 20 Euro pro Person (inklusive Transport im Reisebus ab Dresden und zurück, Führungen, Eintrittsgelder).
Bezahlung bei Reiseantritt in bar

Anmeldung per E-Mail mit Angabe des Reisedatums: anmeldung@zfbk.de oder Telefon 0351 484 53 600 (Di-Sa, 13-18 Uhr).

Änderungen im Programm und Ablauf sind vorbehalten.


Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.