AUSSTELLUNG Mehr Wert Kirche. Nutzungserweiterungen durch kleine Einbauten
16.04.2027 - 20.05.2027 | Dienstag bis Samstag, 13:00 - 18:00 Uhr | ZfBK im Kulturpalast
Kirchen sind gebaute Zeichen des christlichen Glaubens. Darüber hinaus sind sie weithin sichtbare, ortsbildprägende und identifikationsstiftende Gebäude. Sie stehen allen Menschen offen. Kirchen und Kapellen haben somit einen großen Wert für die gesamte Gesellschaft.
In Zeiten sinkender Gemeindegliederzahlen und somit geringerer Kirchensteueraufkommen stellt der Erhalt dieses auch baukulturell hoch wertvollen Gebäudebestandes die Kirchgemeinden und die Landeskirchen vor große Herausforderungen.
In unserer Gesellschaft wird häufig die Entwidmung und Transformation von Kirchen diskutiert. Dabei geht die Transformation in der Regel mit hohen Umbaukosten und der Profanierung einher. Ein anderer Ansatz ist es die Nutzung der Kirchen zu erweitern und somit intensiver zu nutzen. Dies ist nicht neu. Noch im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren Kirchen multifunktionale, öffentliche Orte. Die Nutzung von Kirchen unterliegt somit einem steten Wandel. Seit Jahrhunderten werden sie immer wieder an die liturgischen und gesellschaftlichen Bedürfnisse angepasst.
Durch die Öffnung der Kirchen über die sakrale Nutzung hinaus stehen sie mehr Menschen für eine vielfältigere Nutzung zur Verfügung. Es entsteht ein Mehrwert für die Gesellschaft. Die gesellschaftliche Bindung an die Gebäude wird gestärkt und die finanzielle Belastung auf mehr Schultern verteilt. Die Integration von Gemeinderäumen und Winterkirchen ermöglicht auch die Abgabe von anderen Gebäuden wie Pfarr- und Gemeindehäusern und somit eine Konzentration auf die Kirchen. So können die finanziellen Aufwendungen reduziert und der langfristige Erhalt der Kirchen gewährleistet werden.
Die Ausstellung „Mehr Wert Kirche. Nutzungserweiterungen durch kleine Einbauten“ zeigt anhand von 16 Beispielen, wie es mit kleinen baulichen Eingriffen gelingen kann, die Nutzung von Kirchen zu erweitern. Dabei darf trotz aller gesellschaftlichen und finanziellen Herausforderungen die bauliche und gestalterische Qualität bei der Weiterentwicklung des so reichen, fast ausnahmslos denkmalgeschützten kulturellen Erbes nicht zu kurz kommen.
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