MOBILER GESTALTUNGSBEIRAT

Gestaltungsbeiräte sind seit Jahren in größeren Städten etabliert und tragen maßgeblich dazu bei, die Qualität von Planungs- und Bauprojekten sowie in der Stadtentwicklung zu steigern.

2024 wurden das ZfBK und der BDA Sachsen vom Freistaat Sachsen beauftragt, dieses Konzept erstmals auch in Sachsen für Kommunen verschiedener Größe zu adaptieren. Das Ziel ist, die Kommunen dabei zu unterstützen, gestalterische Qualitäten in Städtebau, Architektur und Freiraum zu fördern und vorhandene Qualitäten der Baukultur zu sichern.

Das Projekt wird ab 2026 nach der erfolgreichen Pilotphase 2024/25 weitergeführt als Projekt des ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen. Es bündelt gleichzeitig die Fachexpertise vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Sachsen, der Architektenkammer Sachsen und dem bdla – Bund deutscher Landschaftsarchitekt:innen Sachsen. Bei denkmalpflegerischen Fragestellungen unterstützt das Denkmalnetz Sachsen. 
Diese Maßnahme wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung und mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.       
Ortsbegehung Ostritz, Beratung zum Umbau einer KiTa
Mobiler Gestaltungsbeirat: Sitzung in Zittau

Stephanie Pohl
ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen gGmbH, Goetheallee 37, 01309 Dresden
E-Mail: gestaltungsbeirat@zfbk.de

Der Gestaltungsbeirat ist ein Beratungsgremium, das aus unabhängigen Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung besteht, die durch ihre berufliche Tätigkeit, zusätzliche Qualifikationen und ohne Auftragsinteresse vor Ort eine fachgerechte Beratung sicherstellen können.

Der Gestaltungsbeirat begutachtet nach Wunsch vor Ort planerische Konzepte oder aktuelle Bauvorhaben in einem möglichst frühen Planungsstadium und gibt fundierte Empfehlungen ab. Das Gremium dient dazu, den Vertretenden des Gemeinderats oder Stadtrats sowie der Verwaltung, der Bauherrschaft und den Planenden eine qualifizierte Entscheidung zu erleichtern. Die Beratungen des Beirats stehen dabei ausdrücklich nicht in Konkurrenz zur Arbeit bereits tätiger Planungsbüros. Sie liefern Impulse aus neutraler Sicht für die weitere Bearbeitung der jeweiligen Problemstellung.

Das Beratungsangebot richtet sich an Städte und Gemeinden in Sachsen, die für Ihre Bauvorhaben, landschaftsplanerischen und städtebaulichen Projekte eine unabhängige fachliche Beratung einholen möchten. Das Angebot ist hauptsächlich finanziert durch das Sächsische Ministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung. Die erste Beratung ist für neue Kommunen kostenfrei. Bei jeder weiteren Beratung beteiligen sich die Kommunen an den Beratungskosten des jeweiligen Sitzungstages.

Der Gestaltungsbeirat besteht aus drei unabhängigen Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung. Die Mitglieder wurden vom bdla – Bund Deutscher LandschaftsarchitektInnen Sachsen, vom Bund Deutscher ArchitektInnen BDA Sachsen und der Architektenkammer Sachsen (AKS) benannt.
Dieses Gremium begutachtet nach Wunsch aktuelle Bauvorhaben im Anfangsstadium oder Konzepte und gibt fundierte Empfehlungen ab. Es dient dazu, den Vertretenden des Gemeinderats oder Stadtrats sowie der Verwaltung, der Bauherrschaft und den Planenden eine qualifizierte Entscheidung zu erleichtern.

Der Beirat besteht aus folgenden ständigen Mitgliedern (v. l. n. r.):

Ulrich Krüger (Landschaftsarchitekt, nominiert von bdla Sachsen)

Antje Osterwold (Hochbauarchitektin, nominiert von BDA Sachsen)

Klaus Bielenberg (Stadtplaner, nominiert von AKS)

 

 

Stellvertretende Mitglieder:

Annegret Stöcker (Landschaftsarchitektin, nominiert von bdla Sachsen)

Lina Mentrup (freie Architektin, nominiert von BDA Sachsen)

Dirk Hamann (Stadtplaner, nominiert von AKS)

Das Ziel des Gestaltungsbeirates ist die Förderung und die Aufrechterhaltung einer architektonischen sowie städtebaulichen Qualität. Durch seine unterstützende Funktion gewährleistet er, dass unabhängige Experten die städtebaulichen Entwicklungen sensibel begleiten. Zusammen mit den Verwaltungen entsteht eine gemeinsame Vision für hohe Qualität in Architektur, Städtebau und Freiraumplanung. Die kooperative Unterstützung durch den Gestaltungsbeirat ermöglicht eine pragmatische und qualitätsorientierte Planung in der Gemeinde.

Die Sitzungen finden etwa sechsmal im Jahr statt und die Termine werden im Internet bekannt gegeben. An einem Sitzungstag werden in der Regel etwa drei Projektstandorte besichtigt und vor Ort beraten. Es liegt in der Entscheidung der Kommune, ob die Sitzung des Gestaltungsbeirates öffentlich stattfinden soll. Zur Vorbereitung erhalten die Mitglieder des Gestaltungsbeirates im Voraus die Unterlagen zu den Projekten. Nach einer Ortsbesichtigung und internen Vorberatungen erfolgt die Projektvorstellung entweder durch die Bauleute oder die Planenden. Die Mitglieder des Gestaltungsbeirates diskutieren und beurteilen das Vorhaben hinsichtlich seiner städtebaulichen, architektonischen, freiraumplanerischen und gestalterischen Qualität und geben fundierte Empfehlungen für die weitere Bearbeitung ab. Die Ergebnisse der Beiratssitzungen werden protokolliert. Die Umsetzung der Empfehlungen liegt in der Verantwortung der Kommune oder der Auftraggebenden.

Freitag, 24.04.

Freitag, 29.05.

Freitag, 19.06.

Freitag, 28.08.

Freitag, 25.09.

Freitag, 30.10.

Freitag, 27.11.

Freitag, 15.01

Anfang 2024 wurde der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Sachsen in Zusammenarbeit mit dem ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen vom Freistaat Sachsen beauftragt, mit einem Mobilen Gestaltungsbeirat Kommunen in lokalen Fragen zur baulichen Gestaltung zu beraten bzw. zu unterstützen.

In der Pilotphase 2024/2025 in Ostsachsen wurden in den Landkreis Görlitz und Bautzen insgesamt 21 Projekte in 16 Gemeinden an 9 Sitzungstagen beraten. Dabei war die Bandbreite an Vorhaben weit gefächert – von Neubauten in historischer Innenstadt über Sanierungen und Wettbewerbsvorbereitungen bis zur Erstellung von Bebauungsplänen oder Dorfentwicklungskonzepten.

Mehr Infos zur Pilotphase: