AUSSTELLUNG Ostmoderne Kulturorte. UmBaukultur industriekulturellen Erbes in Dresden, Chemnitz, Leipzig
06.11.2026 - 10.12.2026 | Dienstag bis Samstag, 13:00 - 18:00 Uhr | ZfBK im Kulturpalast
Die DDR-Moderne des industriellen Bauens steht im Fokus der Ausstellung, um Potenziale, Erfolge und Herausforderungen im Umgang mit den Zeugnissen dieses baukulturellen Erbes aufzuzeigen. Die Rezeption von Bauten der Ostmoderne hat sich im Kontext der jüngeren Debatten zu Umbaukultur, Kulturerbe und Bauwende merklich verändert – ein Wertewandel ist festzustellen. Doch trotz erfolgreichen Engagements für diese Architekturen und gelungener Umbauten zu Kultur-Orten bleibt der Erhalt von prägenden Bauten nach wie vor herausfordernd, denn durch Immobilienmarkt und Stadtplanung entstehen Ansprüche an diesen jüngeren Baubestand.
Mit dem kooperativen Ausstellungsprojekt wird gefragt, wie sich ein solcher Wertewandel entwickelt und wer die Debatten zu verschiedenen Projekten initiiert oder befördert. Welche Rollen spielen Akteur*innen von zivilgesellschaftlichen und künstlerischen Initiativen, Architekturwissenschaft, Denkmalpflege und baukultureller Vermittlung für bau- und kulturpolitische Entscheidungen? Und wie können Erhalt oder Umbau von ostmodernem Bestand zu einem veränderten Verhältnis von Architektur, Kunst, Industriekultur und Gesellschaft führen?
Dazu wird Umbaukultur – auch im Sinne von kulturell-ideeller Nachhaltigkeit und Erinnerungskulturen – anhand aktueller Projekte in den sächsischen Großstädten reflektiert: die Transformation von der Robotron-Kantine zum Kunsthaus und die Translokation des Pinguin-Pavillons in Dresden; die Wertschätzung und Herausforderungen für das Stadthallen-Ensemble und die Kontroversen um das Schauspielhaus in Chemnitz; die Club-Umnutzung einer zur Disposition stehenden Messehalle und der Umbau des ehemaligen Bowlingtreffs zum Naturkunde-Museum in Leipzig. Während des Ausstellungszeitraums ergänzt ein Begleitprogramm mit Gesprächen, Diskursen und Rundgängen das Themenspektrum.
Ausstellungskonzeption: Ute Frank-Ehret, Annette Menting, Katrin Tauber, Birte Schäfer (Assistenz)
In Kooperation mit:

Netzwerkpartner:innen: Sächsische Akademie der Künste | Landesamt für Denkmalpflege Sachsen | Architektenkammer Sachsen (Anfrage) | Stiftung sächsischer Architekten (Anfrage) | Dezernat Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig | Dezernat Stadtentwicklung und Bau der Stadt Chemnitz


