Vor dem Gemälde Die Synagoge in Dresden (1928/34) des Dresdner Malers Bernhard Kretzschmar führt Dr. Birgit Dalbajewa, Oberkonservatorin am Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, in die Entstehung und Bedeutung des Werkes ein. Als eines der letzten Gemälde der alten Semper-Synagoge zeigt es zugleich einen seltenen Moment jüdischen Gemeindelebens. Im Gespräch ergänzt Dr. Herbert Lappe von der Jüdischen Kultusgemeinde zu Dresden historische Hintergründe. Anschließend folgt ein gemeinsamer Rundgang zu den Spuren der alten und neuen Synagoge. Dr. Herbert Lappe hat deren Entstehung vom Wettbewerb bis zur Weihe 2001 persönlich begleitet.
Eine Veranstaltung des ZfBK in Zusammenarbeit mit dem Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Treffpunkt: Lichthof Albertinum
Mit Anmeldung: anmeldung@zfbk.de
Eintritt: regulär 14,00 Euro, ermäßigt 10,50 Euro, zahlbar im Albertinum
___________
Über die Ausstellung:
Die Ausstellung „Platz finden. Zur Sichtbarkeit jüdischen Bauens in Sachsen“ sucht einerseits nach dem Platz, den Synagogen in ihren Heimatstädten vor der Shoah gefunden hatten. Andererseits betrachtet die Ausstellung, welchen Platz sie heute einnehmen.
Die vorgestellten Synagogen spiegelten auch das Selbstbewusstsein der jüdischen Gemeinden in Dresden, Leipzig, Chemnitz, Plauen und Görlitz wider – mal waren sie prachtvoll und prominent im Stadtzentrum gelegen, mal eher zurückhaltend ausgestattet und in Seitenstraßen angesiedelt. Die Architektur der Sakralbauten folgte meist den aktuellen Strömungen, entweder des Historismus oder später der Moderne. Teils verwies sie „orientalisierend“ auf den Ursprung der Religion.
Die Ausstellung stellt die Synagogen u. a. anhand von Modellen dar, die teils zum ersten Mal gezeigt werden. Darüber hinaus werden virtuelle Modelle der Synagogen in Leipzig und Plauen präsentiert, die von der TU Darmstadt digital rekonstruiert wurden.