AUSSTELLUNG Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum

23.01.2026 - 26.02.2026 | Dienstag bis Samstag, 13:00 - 18:00 Uhr | ZfBK im Kulturpalast

In Kooperation mit der TU Dresden

Brücken sind Grundpfeiler unserer Gesellschaft, deren Bedeutung uns oft erst bewusst wird, wenn sie wegfallen – wie der Einsturz der Carolabrücke in Dresden und die temporäre Sperrung der Elbbrücke in Bad Schandau eindrucksvoll gezeigt haben.

Die vom Institut für Massivbau der TU Dresden konzipierte Ausstellung beleuchtet das Thema Brücken und ihre Bedeutung für die Gesellschaft aus vielfältigen und teils überraschenden Blickwinkeln:

Die Schau legt dar, wie sich Brückenvisionen im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben – von Symbolen der Ordnung in der Antike, über Symbole des Fortschritts in Zeiten der industriellen Revolution oder der Funktionalität und des Verkehrs in den 1930er bis 1990er Jahren bis hin zu ihrer heutigen Rolle als Orte der Begegnung und Symbole für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Am Beispiel der Dresdner Augustusbrücke wird der Wandel eines Bauwerks und dessen Nutzung über die Jahrhunderte aufgezeigt. Dieser historische Überblick eröffnet die Möglichkeit, die Rolle von Brücken in der Neuzeit und in der Zukunft zu diskutieren sowie Denkanstöße für aktuelle Brückenentwürfe zu geben, die heutigen und auch kommenden Anforderungen gerecht werden. Zentral ist die Frage: Wieso wird eine Brücke gebraucht und welche Funktionen soll sie vereinen? Die bloße Querung von motorisiertem Verkehr kann heute nicht mehr das alleinige, übergeordnete Ziel sein! Denn die enormen Flächen auf und unter einer Brücke bieten mehr Potential – als Raum für Erholung, für Sport, Kultur(en) und Begegnung. Anregungen liefern nationale und internationale Beispiele, die sich positiv in den Ort, die Natur und das Lebensumfeld der Menschen einfügen.

Letztlich nimmt die Ausstellung auch Bezug auf die Dresdner Carolabrücke: 2025 entwickelten Studierende im Rahmen eines Wettbewerbs der TU Dresden Visionen für eine neue Elbquerung, die hier gezeigt werden. Die Landeshauptstadt, bzw. die STESAD, informiert zudem über den aktuellen Planungsstand zum Wiederaufbau der Brücke. Eine Broschüre zum Wettbewerb finden Sie hier als PDF.

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Begleitprogramm, das einzelne Themen der Ausstellung vertieft und eine Plattform für themenbezogene Debatten schafft. Das Programm umfasst die offizielle Eröffnung der Ausstellung am 29. Januar, einen Filmabend zu Brücken der Welt, einen Vortragsabend zu Ressourceneffizienz im Brückenbau, einen Vortrag zum Thema „Brücken bauen neu gedacht – Gendergerechtigkeit in Planung und Bauwesen“ sowie einen Brückenbautag für Kinder in den Schulferien im Februar.

Das Begleitprogramm, das von den von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten koordinierten Programmen SFB/Transregio 280 „Konstruktionsstrategien für materialminimierte Carbonbetonstrukturen – Grundlagen für eine neue Art zu bauen“ sowie den Schwerpunktprogrammen SPP 100+ „Verlängerung der Lebensdauer komplexer Baustrukturen durch intelligente Digitalisierung“ und SPP 2255 „Kulturerbe Konstruktion“ unterstützt wird, vertieft einzelne Themen der Ausstellung und schafft eine Plattform für gemeinsame themenbezogene Debatten. Das Programm umfasst die offizielle Eröffnung der Ausstellung, einen Filmabend zu Brücken der Welt, einen Vortragsabend zur Thematik Gendergerechtigkeit in Planung und Bauwesen, einen Vortragsabend zum Thema „Bauen für die Zukunft – Ressourceneffiziente Konstruktionen für unsere Städte“ und einen Basteltag in den Schulferien im Februar, bei denen Kinder eigene Brücken bauen und unter Belastung testen können.

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